Filmkultur in Dresden – 2. Vorlesung an der TU Dresden

Am Mittwoch dem 20. April fand die zweite Vorlesung aus der Reihe Filmkulturen in Dresden statt. Diesmal war das Thema die Geschichte des Animationsfilms. Sabine Scholze, die frühere Leiterin des DIAF, führte uns auf eine liebenswürdige und sehr interessante Art und Weise in die Geschichte des deutschen Animationsfilms ein. Begleitet wurde dieser geschichtliche Einblick von dem meist gezeigten DEFA Film aller Zeiten: “Alarm im Kasperletheater”.
Frau Schola erzählte auch von Charlotte Reiniger die unter anderem von 1924-26 den ersten abendfüllenden Silhouettenfilm gestaltete. Außerdem gab es einige interessante Fakten zum Wirtschaftlichen: z.B. kostete der Eintritt einer Kinderveranstaltung in der DDR 25 Pfennige, also brauchte man einige Zeit um die Produktionskosten eines Trickfilms wieder einzuspielen.
Der nächste Film war “Kontraste” von Sieglinde Hamacher, nach “Ein Wassertropfen” von Hans Christian Andersen. Dieser Film wurde jedoch aus unerfindlichen Gründen, selbst die Regisseurin hat keine Ahnung warum, verboten und alle Exemplare, bis auf ihr eigenes, zerstört.
Als nächstes erzählte und André Eckert, der jetziger Geschäftsführer des DIAF, etwas über die heutige Vorgehensweise. Am 16. November 1993 wurde das DIAF nach der Schließung der DEFA gegründet und übernahm viele Puppen, Folien und Filme aus dem Bestand der DEFA. Eckert gab uns einen mit Bildern unterlegten Rundgang durch das DIAF und wies auf die Dauerausstellung in den Technischen Sammlungen hin. Er zeigte auch kurz auf die Problematik des Verfalls der Puppen und Zeichenfolien und ihre Bemühungen diese zu restaurieren.
Insgesamt war dies eine sehr schöne zweite Vorlesung in der Reihe, die mir persönlich viele neue Informationen gab und inspirierte sehr bald schon die Technischen Sammlungen zu besuchen.

Die nächste Vorlesung ist am 04.05.2011 und widmet sich dem Thema “Tradition des DDR-Undergroundfilms in Dresden”