Sex and the City 2 – Review

Viele Frauen haben hierdrauf lange gewartet. Viele konnten es kaum erwarten sich aufzutakeln und mit ihren sündhaft teuren Schuhen am Mittwoch Abend ins Kino zu staksen.
Ich ging am Donnerstag um 14 Uhr und hatte den größten Saal ganz für mich allein – und es war wundervoll.

(spoiler Gefahr)

Ich muss vorweg sagen: ich liebe die Serie! Wirklich, sie ist klischeehaft und total tussig, aber ich liebe sie.
Auf den ersten Film habe ich mich wirklich gefreut und er war auch ganz passabel. Man hat eben die Dinge gesehen, die am Ende der Serie gefehlt haben. Big und Carries Hochzeit. Einfach ein gelungener Abschluss zur Serie.

Nun aber dachten sich die Macher: “Machen wir noch einen Film! Der erste lief doch so super!”
Leider vergaßen sie dabei total die Story. Die ist hier nämlich so gut wie gar nicht vorhanden.

Alles was Sex and the City eigentlich ausmacht, ist hier nicht vorhanden. Außer bei Samantha, die es allerdings in den ganzen gefühlten 5 Stunden nur 2 mal schafft, flachgelegt zu werden.
Die Mode und der Style rückt auch in den Hintergrund. Klar, sie haben in fast jeder Szene neue unglaublich imposante Kleider an, aber da laufen sie nur in Slow Motion durch Abu Dhab und das wars.
Ernsthaft, mich interessiert, wenn ich Sex and the City höre, überhaupt nicht, was in einer Ehe abgeht! Mich interessiert nicht, dass Charlotte Probleme mit ihren Kindern hat und die nicht handeln kann, mich interessiert nicht, dass Carrie langweilig ist daheim weil Big lieber Abends im Schlafzimmer Fernsehen guckt.
Die ganze Sache plätschert gemächlich dahin – es passiert einfach nichts!
Nicht mal, als Carrie in Abu Dhabi den doofen Aiden trifft, mit ihm essen geht und die beiden sich dann küssen. Es ist dem Zuschauer zu diesem Zeitpunkt schlichtweg egal, denn da hat man schon eine Schwulenhochzeit hinter sich, eine Filmpremiere in der Sam das gleiche Kleid wie Miley Cyrus anhat, der Luxus Flug nach Abu Dhabi und Samanthas Probleme mit ihrer Menopause.
Es kommt nichtmal Aktion in die ganze Sache, als Carrie es Big am Telefon erzählt. Er ist geschockt und lässt sie sozusagen stehen. Aber dann kommt er mit einem mega großen Klunker zurück und alles ist gut! WTF!
Das ist alles so langweilig und unrealistisch.
Ich hätte mir ganz ehrlich mehr Serie gewünscht, anstatt eine langweilige Folge auf fast 3 Stunden zu ziehen.

Nun saß ich doch allein im Kino und genoss den Film trotzdem. Er hat seine Schwächen, ist das schrecklichste was Sex and the City heißen darf, aber nun ja. Ich hatte eh schon keine großen Erwartungen, da ich von zweiten Teilen die nur gemacht sind um Geld zu scheffeln, eh genervt bin. Die Story von Carrie ist eben erzählt, abgedreht, abgeschlossen. Da gibt es nichts mehr.

Ich hoffe wirklich wirklich ganz doll, dass es nichts weiteres davon geben wird. Alles neue würde die Serie zerstören, der zweite Film schrammt da schon arg an der Katastrophe.

Also Liebe Leute: Gut ist, aus und vorbei. Bitte lasst Carrie Bradshaw Preston endlich in Ruhe Ehefrau sein und belästigt uns damit nicht mehr.
Ich schaue mir lieber die Serie noch einmal von vorne an.