An Imaginary Life – Kurzfilm

Steve Baker hat einen wunderbaren kleinen Kurzfilm produziert. Es geht um vergessene imaginäre Freunde. Fast jedes Kind hatte früher doch welche. Aber was passiert mit ihnen, wenn wir erwachsen werden? Ein wunderschöner Film bei dem ich auch ein paar Tränchen verdrücken musste.

An Imaginary Life from Steve Baker on Vimeo.

Review: Scream 4

Scream 4

Mit: David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere

Vor 10 Jahren hatten wir das Vergnügen den letzten Teil der Scream Trilogie zu sehen. Alles fand ein Ende und unsere drei Hauptcharaktere überlebten.
Jetzt 10 Jahre später und in einem neuen Zeitalter sind unsere drei Helden “etwas” älter geworden und finden sich erneut in dem geheimnisvollen Spiel des Killers mit der Screammaske wieder.
Sidney (Neve Campbell) hat ein Buch geschrieben über die ganzen Vorfälle damals und ist damit ziemlich berühmt, schließlich war sie das Opfer. Gale gefällt das allerdings nicht so, denn sie hat ihre Journalisten Karriere an den Nagel gehängt um Bücher zu schreiben, ist damit aber weniger erfolgreich.
Als es plötzlich wieder einen Mord gibt, gerade zum Jubiläum, ist die Stadt natürlich vollends auf den Beinen und verdächtigt Sidney, die gerade wieder in der Stadt ist um ihr Buch anzupreisen.
Neu hier ist das ganze technische Gedöns. Blackberry, iPhone, Macs, Webcams, Youtube, Twitter, Facebook. Eben alles was die Jugend unserer Generation so ausmacht. Und die Marken werden nicht verheimlicht.

Scream nimmt sich selbst derbe auf die Schippe in diesem Teil. Schon der Anfang ist Ironie pur. So finden wir uns in einer Inception-liken Szene wieder, der Film im Film im Film. Und alle parodieren den allerersten Scream Teil.
In Schreckmomenten, wenn sie kommen sollten, wird auch der Humor eingebaut. Wenn man also WEISS dass der Kerl mit der Kamera gleich draufgeht und hinter jedem Holzspan den Killer erwartet und er am Ende nur mit dem Kopf gegen einen Blumenkübel rennt. Mitbetrachter im Kino meinten dazu “So ein Rindvieh!”
Am Ende ist die ganze Mordszenerie nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit und 15 Minuten rum bei Youtube. Völlig unsinniger Grund also. Man fast sich als Zuschauer nur an den Kopf und fragt sich, was das ganze eigentlich sollte.
Als der Killer dann einen auf Jason von Halloween machte und einfach immer wieder aufstand, bekommt man etwas zu viel. Aber beim “Todesstoss” entfährt dem Internet-affinen Zuschauer einfach nur ein “lol” und dann hört man auch schon die Abspann Mucke.

Scream 4 ist also ein schönes witziges Ende für die Reihe. Also, man hofft doch, dass es das Ende ist, denn noch mehr wäre einfach nicht gut. Man kann nicht noch mehr recyclen als die vorige Trilogie. Danke Wes Craven für dieses Meisterwerk der Scherzkunst. Der Meister des Schrecken bist du noch lange nicht – das ist und bleibt Alfred J. Hitchcock!

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Filmkultur in Dresden – 5. Vorlesung an der TU Dresden

Die fünfte Vorlesung zum Thema „Programmkinoszene“ fand am Mittwoch den 18. Mai wieder im Hörsaal 3 der August-Bebel-Straße statt.
Frank Apel , der Betreiber der Schauburg, erzählte uns einiges über die Dresdner Programmkinos. Apel fand seinen Weg von Frankfurt über Cottbus nach Dresden und ist ein Fan von schlechtem Wetter, weil dieses Kinofördernder ist.
Er stellte ein paar interessante Statistiken zu den Programmkinos in ganz Deutschland vergleichend vor. Zum Beispiel hat Dresden 17 Leinwände für Programmkinos und Dortmund nur 6, obwohl es Einwohnermäßig größer ist. München hat dagegen 27 Leinwände aber der Osten ist (bis auf Dresden) ziemlich wenig involviert in die Programmkinoszene, z.B. hat Cottbus dafür nur eine Leinwand.
Wieso hatte sich also in Dresden die Szene so besonders ausgebildet? Apel nannte als Gründe das fehlende Westfernsehen und die sehr ausgeprägte Filmclubbewegung in der DDR.
Filmausschnitte kamen diesmal von „Märkische Forschungen“ von 1982 von Roland Gräf, „The Big Lebowski“, dem Teil von „Je t’aime Paris“ von den Coen Brüdern, einem winzigenTteil von der „Nackten Kanone 3 1/3“ und aus der „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit
“ was den Abend sehr witzig abrundete.

Das nächste Mal geht es am 25.5. mit dem Thema “Kino als Lernort – Über „Film verstehen“ als Aufgabe der Medienpädagogik” weiter.

Filmkultur in Dresden – 4. Vorlesung an der TU Dresden

Am Mittwoch den 11. Mai war es wieder so weit. Eine weitere Vorlesung in der Reihe Filmkulturen in Dresden. Diesmal widmete sich die ganze Vorlesung dem “kurzen Film”. In der ersten Hälfte führte uns Katrin Küchler in die Welt des Filmfestes Dresden ein. Eine kleine Zeitreise zeigte und die Anfänge des Kurzfilms. Unterlegt wurde diese Reise natürlich durch einige Kurzfilme. Zu Beginn bekommen wir zwei Filme aus der Reihe Log Jam zu sehen.

Frau Küchler erwähnte die unglaublichen Zahlen die beim Filmfest eine Rolle spielen. 2555 Einsendungen die von einer Sichtungskommission (circa 5 Leute) innerhalb von 3 Monaten gesichtet und heruntergeschraubt wurden auf 300 Filme.
Ein weiterer Kurzfilm kam von Paul de Nooijer “Transformation by holding Time”. Dieser Film zahlte zum One-Shot bzw. Phasensquenzen.

Kurzfilme zu definieren ist schwer, die Definition dauert of länger als der Film selber. Ein Kurzfilm sollte kurz und gut sein.
Ein sehr früher Stummfilm Kurzfilm von 1902 “Star theatre” von Frederick Armitage zeigte, dass es schon damals die Urlust am Schauen gab. Kino wurde damals “Cinema of Attractions” genannt.

Im zweiten Teil führte uns Silke Gottlebe die AG Kurzfilm vor. Begleitet wurde die Biografie von den Kurzfilmen “Nun sehen Sie folgendes“, “You and Me” (von Carsten Krause) und ein Film Sinema Leo über das Kino in Tansania.

Teaser Sinema Leo from Filmwiese on Vimeo.

Zum Schluss machte sie uns noch auf momentane Projekte der AG Kurzfilm aufmerksam, z.B. www.kurz-vor-film.de. Dieses Projekt setzt sich dafür ein, dass wieder Vorfilme im Kino vor dem Hauptfilm gezeigt werden.
Der abschließendes Kurzfilm kam von Daniel Nocke “12 Jahre” einer der meist gebuchten Kurzfilme.

Nächste Woche, am 18. Mai, ist folgendes Thema an der Reihe: Die Dresdner Programmkinoszene, vorgestellt von Frank Apel, von der Kino in der Fabrik.

Filmkultur in Dresden – 3. Vorlesung an der TU Dresden

Am Mittwoch den 4. Mai war die 3. Veranstaltung der Vorlesungsreihe Filmkulturen in Dresden. Dieses Mal mit dem Thema “filmische Subversion in der DDR”.
Claus Löser führte uns chronologisch durch die Zeit der Undergroundbewegung in der DDR. Er erwähnte die erste Undergorundzeitschrift “Und” die 1982 in Dresden erschien und meinte, dass Dresden der wichtigste Kontaktort im “sächsischen Dreieck” war. Viele Private Firmen waren in Dresden ansässig, die meist Industriefilme und Werbefilme produzierten.
Der erste Filmausschnitt der diesmal gezeigt wurde, stammte von Christian Borchert, ein Stummfilm der Bilder aus Dresden zeigte.
Es ging weiter mit Jürgen Böttcher, der erst Malerei und später Regie studierte und sich dann auf Dokumentarfilme spezialisierte. Er drehte staatskonforme Filme aber auch einige die verboten worden waren. Einer dieser verbotenen Filme war “Drei von Vielen” der eigentlich von vier Arbeitern handelte, die in ihrer Freizeit malten und Ausstellungen organisierten. Einer dieser Arbeiter war A.R. Penck, der eigentlich Ralf Winckler hieß. Penck war quasi der Urvater der Gegenbewegung in der DDR. Wir durften in den Film “Terror Dresden” von 79 hineinschauen, der einzige authorisierte Film der nichtmal damals öffentlich, sondern nur in der Künstlergruppe “Lücke” (ein schönes Gegenwort zur Künstlervereinigung “Brücke”) gezeigt wurde. Im Film zeigten Penck und Wolfgang Opitz z.B. die Frauenkirche als “das tote Herz Dresdens”.
Weiterhin konnten wir in “Here Comes the Sun” von Helge Leiberg hineinschauen und in Christin Schlegels “Pergamotten” von 1983.
Der letzte Filmausschnitt kam von Volker “Via” Lewandowski. einen Dokumentarist der auf Super 8 arbeitete und sich um die sozialistische Architektur in Dresden (z.B. Prager Str.) drehte.

Gegenbilder, nicht immer ersichtlich, sind wichtiger als Vorbilder.

Dies war ein interessanter Ausflug zurück in die DDR und es war für mich, als Filmfan, sehr interessant zu sehen, wie damals Filme gemacht wurden, die nicht dem Hollywood-Gesetz entsprachen.

Nächste Woche, am 11. Mai um 18:30 Uhr, findet die nächste Vorlesung zum Thema “Kurzfilm in Dresden, ein Ort der kurzen Filmformate” statt.

Review: Thor

Thor

Mit: Chris Hemsworth, Sir Anthony Hopkins, Natalie Portman, Tom Hiddleston

Thor (Chris Hemsworth), entfesselt, nach seiner durch die Eisriesen vermasselten Krönung, einen seit Generationen befriedeten Krieg im Göttereich. Göttervater Odin (Sir Anthony Hopkins) bestraft Thor allerdings für diese rücksichtslose und arrogante Entscheidung mit Machtentzug, Hammerentzug und Verbannung auf die Erde. Die Rückkehr solle ihm erst gestattet werden, wenn er Besonnen und zum Wohle aller handelt. Als Thor auf der Erde aufschlägt werden nicht nur die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) und ihr Team, sondern auch die Geheimbehörde S.H.I.E.L.D. (u.a. bekannt aus Iron Man) auf Thor und letztere insbesondere auf seinen Hammer aufmerksam. Nicht nur, dass sich Thors Bruder Loki (Tom Hiddleston) gegen ihn verschwört, nein, auch auf der Erde ist er allerlei irdischen Widrigkeiten ausgesetzt. Erst durch die beherzte Rettung von Jane und seinen Freunden wird Thor geläutert und erlangt seine alten Kräfte, sowie seinen Hammer (Mjölnir) wieder, womit er dann Loki und dessen kruden Plan aufhalten kann.

Die Figuren entsprechen, und hier muss ich Cinema recht geben, „in ihrenPersönlichkeiten und Eigenschaften überwiegend den alten Quellen.“ Schauspielerisch ist der Film allerdings eher Mittelmaß als Anspruchsvoll. Gerade von Natalie Portman darf man etwas enttäuscht sein, brillierte sie doch in Black Swan mit ihren schauspielerischen Fähigkeiten, ist Thor eher ein Mittelmaß. Und ohne Portman und Hopkins würde der Cast nur aus hierzulande eher unbekannten Schauspielern bestehen. Auch diese befinden sich schauspielerisch eher im Mittelmaß, es ist halt doch eher ein Fantasy-Action-Spektakel, da geht es nicht großartig um Emotionen.
Die Musik wird durch die ganzen Kampfgeräusche eher in den Hintergrund gerückt, sonst aber auch nicht überwältigend sondern Situationsangemessen.

Der Film ist zwar optisch schön anzusehen, gerade die Gestaltung von Asgard war traumhaft, aber die 3D Effekte überzeugten zu wenig, als dass ich sie als schön empfand. Storytechnisch war es schon nach dem ersten gemeinsamen Auftauchen von Thor und Loki klar, wie der Film ausgehen würde und dass der Film aus einer Intrige von Loki gegen seinen Bruder Thor bestehen würde.

Grundlegend lässt sich sagen, dass der Film sich gut in die anderen Produktionen über Marvell-Helden eingliedert und somit ein schönes Actionspektakel ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer also einen Film mit tieferen Sinn sucht ist hier falsch, einzig könnte er eine gewisse Faszination für nordische Mythologie wecken.

Den Soundtrack könnt ihr hier auf Amazon kaufen.

Diese Gastkritik wurde von Nico geschrieben. Vielen Dank!

Kurzreviews: Whatever Works, This is England, Nine, Briefe an Julia

Kurzreviews von:

- Whatever Works (Liebe sich wer kann)
- This is England
- Nine
- Briefe für Julia
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Trailer Tuesday 65

Note: Dies wird vorerst der letzte wöchentliche TT sein. Die Abstände werden sich nun vergrößern. Aber es bleibt mindestens bei einem pro Monat. Je nachdem wieviele neue tolle Trailer erscheinen.

Heute dabei:
- The Hangover Part II
- Puss in Boots
- Red State
- Bonnie and Clyde vs Dracula
- Take Me Home Tonight
- Apollo 18

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Filmkultur in Dresden – 2. Vorlesung an der TU Dresden

Am Mittwoch dem 20. April fand die zweite Vorlesung aus der Reihe Filmkulturen in Dresden statt. Diesmal war das Thema die Geschichte des Animationsfilms. Sabine Scholze, die frühere Leiterin des DIAF, führte uns auf eine liebenswürdige und sehr interessante Art und Weise in die Geschichte des deutschen Animationsfilms ein. Begleitet wurde dieser geschichtliche Einblick von dem meist gezeigten DEFA Film aller Zeiten: “Alarm im Kasperletheater”.
Frau Schola erzählte auch von Charlotte Reiniger die unter anderem von 1924-26 den ersten abendfüllenden Silhouettenfilm gestaltete. Außerdem gab es einige interessante Fakten zum Wirtschaftlichen: z.B. kostete der Eintritt einer Kinderveranstaltung in der DDR 25 Pfennige, also brauchte man einige Zeit um die Produktionskosten eines Trickfilms wieder einzuspielen.
Der nächste Film war “Kontraste” von Sieglinde Hamacher, nach “Ein Wassertropfen” von Hans Christian Andersen. Dieser Film wurde jedoch aus unerfindlichen Gründen, selbst die Regisseurin hat keine Ahnung warum, verboten und alle Exemplare, bis auf ihr eigenes, zerstört.
Als nächstes erzählte und André Eckert, der jetziger Geschäftsführer des DIAF, etwas über die heutige Vorgehensweise. Am 16. November 1993 wurde das DIAF nach der Schließung der DEFA gegründet und übernahm viele Puppen, Folien und Filme aus dem Bestand der DEFA. Eckert gab uns einen mit Bildern unterlegten Rundgang durch das DIAF und wies auf die Dauerausstellung in den Technischen Sammlungen hin. Er zeigte auch kurz auf die Problematik des Verfalls der Puppen und Zeichenfolien und ihre Bemühungen diese zu restaurieren.
Insgesamt war dies eine sehr schöne zweite Vorlesung in der Reihe, die mir persönlich viele neue Informationen gab und inspirierte sehr bald schon die Technischen Sammlungen zu besuchen.

Die nächste Vorlesung ist am 04.05.2011 und widmet sich dem Thema “Tradition des DDR-Undergroundfilms in Dresden”

23. Filmfest Dresden – ein Auszug

Trailer Filmfest Dresden 2011 from Filmfest Dresden on Vimeo.

Am Sonntag den 17. April 2011 ging das 23. Filmfest in Dresden zu Ende.

Dieses Jahr hatte ich es ein wenig verrafft mich für eine Presseakkreditierung anzumelden. Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen mir die Kurzfilmreihe zum Thema “British Focus – Birds, Beasts and Bugs” anzusehen.
Und ich muss sagen, ich bin sehr froh, denn diese Kurzfilme waren teilweise sehr unterhaltsam und witzig – aber machten auch traurig und nachdenklich.
Ich habe zum Beispiel jetzt Angst vor Eichhörnchen, möchte einen Eulenwecker haben, mag keine Bäume mehr und möchte gleichzeitig Bacon essen und die Schweine schützen.
Außerdem habe ich gelernt, dass jeder einen Geist von sich selbst hinter sich herlaufen hat, aber auch diese Kapazitäten sind begrenzt. Pelze sollte man sowieso nicht tragen, weil die armen Seelen der getöteten Tiere immernoch daran festgehalten werden. Und Kinder sollte man nicht in den Zoo lassen, weil sie auf dumme Ideen kommen.

Alles in allem waren wirklich tolle Sachen dabei, sehr viele kreative Sachen wurden da gezeigt. Ein bisschen tränt meine Seele, weil ich kaum Zeit hatte um all die tollen Sachen auf dem Filmfest zu besuchen. Ich nehme mir vor nächstes Jahr besser dabei zu sein und eine ausführlichere Berichtserstattung anzugehen.