Review: Männerherzen – und die ganz ganz große Liebe

Männerherzen und die ganz ganz große Liebe

Mit: Florian David Fitz, Maxim Mehmet, Til Schweiger, Justus von Dohnanyi, Nadja Uhl, Christian Ulmen, Jana Pallaske, Wotan Wilke-Möhring

Männerherzen 2 und die ganz ganz große Liebe ist der zweite Teil der Geschichte um die Berliner Männer und ihre Wehwehchen.
Man denkt zunächst: orr, wieso denn ein zweiter Teil, im ersten wurde doch fast alles gesagt. Aber nein. Der zweite schließt quasi nahtlos an den ersten an und man bemerkt kaum den Unterschied. Als sei es eine Fernsehserie und wir mussten nur eine Woche auf die Fortsetzung warten. Die Geschichten werden weitergeführt und ein bisschen vertieft. Das macht die Charaktere noch glaubwürdiger und teilweise liebenswürdiger. Oder in manchen Fällen eben das Gegenteil.
So beginnt das ganze mit Jerome/Hansi/Hans-Jürgen, der ja am Ende des ersten Teils zu seiner Jugendliebe zurückkehrt. Da wird jedoch in ein paar Minuten der komplette Plotpunkt gestrichen, weil die arme Frau natürlich ein eigenes Leben hat. Also besucht der Hansi seine Mutter. Das ist ganz witzig, wie ein fast 50 (?) jähriger so von seinen Eltern umgarnt wird und in seinem früheren Zimmer mit Fussballbettwäsche und Fussballpostern schlafen muss. Nebenbei findet er seine Prinzessin auf einem Pferd und verliebt sich, natürlich in sie. Er macht sich zum Depp, in dem er auf einem Pony reitet, aber sie findets dufte. Er bleibt auf dem Land um ihr auf dem Hof zu helfen, was er ja sonst nicht so mochte. Alles für eine Frau. Yeah. Irgendwann jedoch, wird klar, dass die gute Verlobt ist und bald heiraten will. Und mit einem plumpen “Hätte ich das eher erwähnen sollen?” ist auch alles gut. Naja, außer für Hansi. Denn ihr Verlobter ist Thorsten der auch Schlagersänger ist, genau wie Hansis Kumpel Bruce. Bruce hat eigene Probleme, denn das Label will seinen Song nicht rausbringen und kickt ihn raus (dafür darf Thorsten dann). Er will sein eigenes Label aufmachen und findet dabei das Internet. Und von “Das wird sich nie durchsetzen” zu “In den Warenkorb legen” dauert es nur ein paar Stunden, aber genau das wird ihm zum Verhängnis. Bald ist das Geld alle und Bruce Pleite. Er fährt zu Hansi, wobei seine Eltern dann schon denken, er sei schwul, um sich helfen zu lassen. Thorsten klaut Bruce’s Lied und Bruce tickt aus. Fast wäre er vom Zug überrollt worden – Spannung pur!
Nebenbei gibt es natürlich noch ganz viele andere Plotpoints die sich alle mit diesem hier verstricken und quasi alle Protagonisten zusammenführen. Niklas zB wird von seiner Frau endgültig verlassen, weil die sich verknallt hat, und sucht dann nach der Süßen aus Teil 1 (die jetzt großer Star einer Soap ist und ganz viele verrückte Stalkerfans besitzt). Zwischendurch versucht er noch Online Dating via Spacebook (herrliche Zusammenschnitte von Facebookseiten – aber Facebook darf man ja nicht nutzen, Apple jedoch steht überall rum), was ziemlich witzig ausgeht. Günther will mal wieder Sex haben, stellt sich aber herrlich dämlich an und beisst seiner Geliebten erstmal das Ohrläppchen ab. Philipp bekommt plötzlich Zwillinge und gleichzeitig brennt sein Laden ab, was ihn in derbe finanzielle Schwierigkeiten bringt.

Die ganzen Stories überschneiden sich dann, sodass man es fast gar nicht nacherzählen kann, ohne sich zu verhaspeln.
Alles in allem, für einen Deutsche-Filme-nicht-so-gern-haber wie mich, ist Männerherzen 2 ganz niedlich. Voller Gefühl, ein bisschen “aaaww” und ein bisschen Tränchen und viel Humor (ich musste tatsächlich lachen). Das ganze macht Männerherzen 2 zu einem schönen kurzweiligen Erlebnis, was man sich durchaus angucken kann. Gut gemacht!

Männerherzen 1 Review hier lesen, den Soundtrack bei Amazon bestellen oder bei LoveFilm leihen.

Kurzreviews: Küss den Frosch, Tintenherz, (Traum)Job gesucht, Die Frau des Zeitreisenden, Männerherzen, The Road

Reviews:

~ Küss den Frosch (DVD)
~ Tintenherz (DVD)
~ (Traum)Job gesucht (DVD)
~ Die Frau des Zeitreisenden (DVD)
~ Männerherzen (DVD)
~ The Road (DVD)

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Kurzreviews: Colombiana, Die Drei Musketiere

Colombiana

Mit: Zoë Saldaña, Amandla Stenberg, Cliff Curtis, Michael Vartan, Lennie James, Jordi Mollà

Cataleya muss als Kind miterleben, wie ihre Eltern von den Handlangern eines verfeindeten Drogenkartells umgebracht werden. Doch ihr gelingt die Flucht in die USA, wo sie bei ihrem Onkel und dessen Mutter unterkommt. Als dieser sie fragt, was sie mal werden will, kommt die Antwort schnell. Cataleya will Killerin werden, um sich an den Menschen zu rächen, die ihr die Familie genommen haben.
Die Handschrift von Luc Besson, der für diesen Film fürs Drehbuch mitverantwortlich war ist unschwer zu erkennen und mehrere Male erinnert der Film an das Meisterwerk “Leon – Der Profi”. Nur steht hier nicht das Kind im Vordergrund, sondern die erwachsene Frau, ausgebildet zur perfekten Killerin, die alles aufs Spiel setzt, um ihr Ziel zu erreichen.
Spannend erzählter Rachefilm, der dem Genre zwar nichts wirklich Neues hinzufügt, in seiner Art aber trotzdem sehenswert ist. Zoe Saldana spielt ihre Rolle überzeugend und macht auch optisch einiges her. Es ist spannend mitzuerleben, wie sich die Fäden um sie herum enger ziehen und alles in einem furiosen Finale gipfelt.

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Die drei Musketiere

Mit: Logan Lerman, Matthew Macfadyen, Ray Stevenson, Luke Evans, Milla Jovovich, Orlando Bloom, Christoph Waltz, Juno Temple, Mads Mikkelsen, Til Schweiger

Gleich vorweg: Wer hier eine werktreue Verfilmung des Romans von Alexandre Dumas erwartet, sollte lieber nicht ins Kino gehen. Wer sich gerne unterhalten und auch mal das Gehirn zu Hause lässt, kann eigentlich nichts falsch machen. Die Art des Films erinnert an Comic-Verfilmungen und so sind die Charaktere auch teilweise extrem überzeichnet. Hervorzuheben sind die farbenprächtigen Kostüme, die in diesem Film nicht nur Staffage, sondern mehrmals zentraler Teil der Geschichte sind. Gute Kampfszenen, fliegende Schiffe, manchmal ein wenig billig wirkende Special Effects, ein herrlich überheblicher Orlando Bloom als englischer Herzog von Buckingham und ein wie immer brilliant spielender Christoph Waltz machen den Film auch schauspielerisch sehenswert. Aber jedesmal wenn ich Milla Jovovich synchronisiert höre, frage ich mich, wer diese Stimme ausgesucht hat. Sie passt einfach nicht zu ihr.

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Kurzreviews: Cowboys und Aliens, Tournée

Diese Kurzreviews werden ihnen präsentiert vom neuen Gastredakteur Thomas :)

Tournée

Mit: Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey, Dirty Martini

Dieses französische Machwerk von Regisseur Mathieu Amalric (der sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet und die Hauptrolle spielt), hat zu meinem völligen Unverständnis den Preis für die beste Regie beim Filmfestival von Cannes 2010 erhalten. Jetzt kommt der Film auch in deutsche Kinos und persönlich kann ich nur davon abraten.
Ich habe nichts gegen einen guten Programmkino-Film von Zeit zu Zeit, aber in diesem Film tröpfelte die Handlung so vor sich hin, die Dialoge waren pseudodokumentarisch und versuchten eine Authenzität zu erreichen, die dadurch aber einfach nur langweilig war.

Erzählt wird die Geschichte des des ehemaligen TV-Produzenten Joachim, der inzwischen mit einer Revuetruppe von amerikanischen Burlesque-Tänzerinnen durch die französischen Hafenstädte tingelt. Trotz knappem Geld, ewigem Stress und auch noch zwei Kindern, mit denen er sich ein Drittel des Filmes rumschlägt, träumt er von einem glorreichen Finale der Tour in Paris. Doch dann verliert er den Saal, in dem er auftreten wollte und macht sich bei alten Freunden auf die Suche nach einer Alternative. Doch die alten Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen.

Der Komödienanteil des Filmes ist tragisch, die Burlesque-Auftritte ganz okay und gerade die Tänzerinnen spielen ihre Rollen glaubwürdig durchgeknallt fernab von der Hoffnung irgendwann noch mal groß rauszukommen.

Alles in allem hat mich der Film aber nur gelangweilt. Er wird aber sicher seine Fans finden.

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Cowboys & Aliens

Mit: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde

Im Jahre 1873 erwacht ein namenloser Cowboy (Daniel Craig) im Sand der Steppe. An seinem Armein stählernes Armband, das er nicht ablegen kann und im weiteren Verlauf des Films eine zentrale Rolle spielen wird.
Im Städtchen Absolution wird er als gesuchter Verbrecher erkannt und als er an den Marshall übergeben, doch dann greifen Aliens in Raumschiffen an und er verbündet sich mit dem örtlichen Viehzüchter und ehemligen Colonel Dolarhyde (Harrison Ford) um die entführten Bewohner des Städtchens zu retten.

So kurz zusammengefasst, so abstrus ist die Story des Films auch, aber wer Popcorn-Kino mag und sich nicht von grenzwertigen Dialogen, klischeehaften Figuren und Plotlöchern abhalten lässt, wird knapp 2 Stunden prächtig unterhalten. Alleine die Mischung der Westerwelt mit SF ist grandios.

Leider gibt die Story wirklich nicht viel mehr her, um darüber zu berichten ohne gleich zu spoilern. Aber wer die Schauspieler mag, nix gegen diesen Genremix hat und auch gerne mal das Hirn ausschaltet um sich einfach unterhalten zu lassen, mach bei Cowboys & Aliens nichts falsch.

Die 25 besten Regisseure der Gegenwart

Entertainment Weekly hat die 25 besten working Regisseure aufgelistet.
Die Liste ist sehr… naja subjektiv, sollte man dazusagen. Auf ew.com haben sie zwar jeweils eine Begründung dazugeschrieben, aber trotzdem fehlen einige Größen der Filmindustrie völlig. Zudem scheint die Auswahl hauptsächlich amerikanische Filmemacher getroffen zu haben.

25. – Wes Anderson
24. – Mike Leigh
23. – Brad Bird
22. – J.J. Abrams
21. – Spike Lee
20. – Edgar Wright
19. – Peter Jackson
18. – James Cameron
17. – David Lynch
16. – David O. Russell
15. – Kathryn Bigelow
14. – Danny Boyle
13. – Roman Polanski
12. – Guillermo del Toro
11. – Paul Thomas Anderson
10. – Pedro Almodóvar
09. – Clint Eastwood
08. – Terrence Malick
07. – Quentin Tarantino
06. – Joel & Ethan Coen
05. – Darren Aronofsky
04. – Martin Scorsese
03. – Steven Spielberg
02. – Christopher Nolan
01. – David Fincher

Darüber lässt sich also streiten und diskutieren. Was meint ihr?

(gefunden bei 5Filmfreunde)

Super 8 – Review

Endlich war es soweit! Über ein Jahr ist es her, seit ich von Super 8 das erste mal hörte und darüber berichtete.

SUPER 8

Mit: Joel Courtney, Kyle Chandler, Elle Fanning, Riley Griffiths, Ryan Lee

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Hitchcocks frühester Film “The White Shadow” gefunden!

In Neuseeland haben sie in Archiven gekramt und tatsächlich 3 von 6 Filmrollen des 1924 gedrehten “The White Shadow” von Alfred Hitchcock gefunden.

Der Hollywoodreporter schreibt dazu:

Just in time for the filmmaker’s 112th birthday, archivists and preservationists in New Zealand have announced the discovery of the first half of a 1924 film thought to be Alfred Hitchcock’s earliest surviving feature.

For The White Shadow, an atmospheric British melodrama picked up for international distribution by Hollywood’s Lewis J. Selznick Enterprises, Hitchcock is credited as assistant director, art director, editor and writer. He was 24 when he worked on the film; his feature directorial debut would come soon afterward on The Pleasure Garden (1925).

The film, which stars Betty Compson in a dual role as twin sisters — one angelic and the other “without a soul” — turned up among the cache of unidentified American nitrate prints safeguarded at the New Zealand Film Archive in Wellington. The first three reels of the six-reel feature were found; no other copy is known to exist.

Beim Neuseeländischen Filmarchiv könnt ihr die komplette Geschichte lesen.

Ich finde das ja ziemlich genial, dass das jetzt auftaucht. Allerdings frage ich mich, ob diese Archive denn so schlecht.. archiviert sind, dass die das nur durch Zufall gefunden haben. Genauso wie letztes Jahr die fehlenden Sachen von Metropolis gefunden wurden.
Leute, passt doch bitte besser auf euer Zeug auf ;)

Kurzreviews: Bad Teacher, Beilight, Tree of Life, In China essen sie Hunde, Surrogates

Kurzreviews:

~ Bad Teacher (Kino)
~ Beilight (DVD)
~ Tree of Life (Kino)
~ In China essen sie Hunde (DVD)
~ Surrogates (DVD)

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 – Review

Hier den Trailer gucken.

Das war es also, wir haben 10 Jahre auf das Ende der Harry Potter Reihe gewartet. Nicht, weil wir wollten, dass es zu ende ist, sondern weil wir die epische Schlacht sehen wollten. Wir wollten sehen, wie alles wieder gut wird.

Spoiler ahead!

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Ibraheem Youssef’s Movie Poster

Ibraheem Youssef hatte ich ja schon einmal mit den Tarantino Postern vorgestellt. Nun hat er wieder ein paar neue Poster auf Lager.

(gefunden bei /Film)

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