Maleficent – Disney auf dem Feminismus-Trip

Male… Malefi… Maleficishcshc? Die Dunkle Fee eben. Maleficent ist kein einfacher Name, hätten sie doch den deutschen Namen Malefiz benutzt, aber nein, so klingt es ja eleganter. Wenn man es dann mal aussprechen kann.

Disney erzählt die Geschichte von Dornröschen neu. Aus dem Blickwinkel der Dunklen Fee, denn auch die Bösen haben ja bekanntlich Gefühle und alles ist nicht immer so wie es scheint und überhaupt ist sie ja gar nicht böse sondern hat ihre Gründe. Männer sind nämlich Schuld an allem Übel der Welt. Oder?

Zumindest sieht Disney das momentan wohl so. Nach Aufschrei und der ganzen Feminismus Debatte müssen einfach starke Frauen her. In Frozen wurde „Der Kuss der wahren Liebe“ schon zu Schwesterliebe. Und Maleficent reiht sich in diese Riege ein. Dagegen hab ich nichts.

Zur Geschichte: Alles ist supi dupi im Feenmoor und tausend CGI Monsterchen krabbeln fröhlich durch die Gegend oder fliegen mit lustigen schwuppsi und dubbsi Geräuschen durch die Gegend. Auch die junge Malefiz fliegt mit ihren viel zu großen Flügeln gern mal sehr unrealistisch durch Berge und Wolken. Plötzlich ist da ein Menschenkind. Von da an geht’s bergab. Die beiden Kiddies verlieben sich und haben eine tolle Zeit. Aber irgendwann will der Stefan König werden und wittert seine Chance. Statt aber Malefiz umzubringen, klaut er ihr nur (feige wie er ist) die Flügel. Er wird König und alles ist dufte. Nuuuuur, wäre da nicht der Krieg zwischen den Menschen und den Feen und der dumme König Stefan hat seine einzige Verbündete soeben verraten. Malefiz wird rachsüchtig und böse. Kaum verwunderlich nach so einer Aktion. Sie macht sich hübsch und geht zur Geburt von Stefans Tochter um sie zu verfluchen. Yay!

Daraufhin werden alle spitzen Gegenstände aus dem Königreich entfernt und die Königstochter mit den 3 Feen in den Wald verschanzt, wo sie gut behütet (mehr oder weniger – wer wird schon gern von Umbridge behütet) aufwächst. Malefiz kann die Olle nicht allein lassen, nennt sie Monsterchen, aber irgendwann merkt selbst sie, dass die Kleine ein echtes Wonneproppenmädel ist und bekommt sehr starke Muttergefühle. Aber ach! Bald 16 die Gute, da war ja was, der Fluch. Leider kann auch Malefiz diesen nicht zurücknehmen. Drama Drama! Der Prinz muss her, denn nur der Kuss der wahren Liebe…blablabla. Malefiz glaubt selbst nicht mehr an die Liebe, denn ihre wurde so so ausgenutzt. Der Prinz ziert sich tatsächlich ein bisschen („Wir haben uns doch erst einmal gesehen!“) und tatsächlich – es bringt nix. Tadaaa! Was kann da wohl noch kommen?

Nun, ich verrate das Ende nicht und auch den Showdown lass ich mal weg. Alles in allem ist Maleficent ganz nett gemacht und blickt einmal über den Tellerand. Die moderne Sichtweise der Dinge macht Spaß, wenn sie auch ein wenig zu übertrieben scheint (im Märchen war es nunmal der Prinz, der sie rettete, naja). Das 3D kann man getrost weglassen, bringt nämlich absolut gar nichts. Die Feen und Elfen und Monsterchen fand ich irre übertrieben und gar nicht passend. Diese Trolle á la Frozen waren mir auch zu grotesk. Viel Computer, wenig echt, was man leider auch sieht. Aber ansonsten… geht, kann man sich angucken :)

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Titel / OV Titel: Maleficent – die Dunkle Fee
Schauspieler: Angelina Jolie, Elle Fanning, Sharlto Copley
Regisseur/Produzent: Robert Stromberg
Erscheinungsdatum: 29. Mai 2014

Reviewer: Anne
Reviewmedium: Kino in 3D
Rating: 3,5 von 5

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