Wo die wilden Kerle wohnen – Problemkind mit zu viel Fantasie

Lang lang ist’s her, da wollte ich unbedingt diesen Film im Kino gucken. Bloß gut kam er dann „leider“ nicht mehr, als ich endlich so weit war. Ich hätte mich bestimmt geärgert.

Aber von vorn. Es geht um einen kleinen quängelnden und ziemlich nervigen Jungen. Seine große Schwester ist genervt, seine Mutter überarbeitet und auch etwas genervt, dass der kleine Junge nicht versteht, dass Mommy eben nicht ständig mit ihm Buden bauen kann. Als dann die Freunde seiner großen Schwester sein Iglu kaputt machen, dreht er durch. (Dabei war es seine eigene Schuld!) Naja, aber kleine Kinder muss man wohl immer in Schutz nehmen und sie lernen nie ihre Lektionen… oder so.

Er dreht also irgendwie durch und versteht nicht, dass Mum und ihr Freund (der einzige Auftritt von Mark Ruffalo in diesem Film), mal Alone Time haben wollen. Er beisst seine Mutter, heult und rennt weg. Ganz toll.

Er rennt in einen Wald und da ist plötzlich ein See und ein Schiff und ein paar Minuten und einen Sturm später ist er in einem ganz anderen Land. Dort lernt er komische Monster kennen, die nicht einmal echt aussehen. Die reden wirres Zeug, und machen wirres Zeug. Er wird dessen König und macht, was dumme Kinder so machen. Eine Burg bauen und Krieg spielen. Damit verfeindet er der kleine Grüppchen der Monster untereinander und fühlt sich nicht einmal schuldig. Er macht alles kaputt und läuft dann wieder davon. Zuhause umarmt ihn seine Mutter und alles ist gut.

Also mal ehrlich. Ja, es ist ein Kinderfilm, aber… ist das Buch auch so furchtbar langweilig? Fast in jeder Szene hätte ich den ollen Max am liebsten erwürgen wollen, weil er so dumme Sachen tut. Und er wird dafür auch nicht bestraft, denn dann würde er ja wieder weinen und aww, armer Max. Mein Groll gegen diesen Film liegt wahrscheinlich auch darin, dass ich solche Kinder nicht mag und dieser Junge hier mit allem durchkommt. Eine wirkliche Moral hat der Film auch nicht (bewirf dich nicht mit Dreck, das zerstört Freundschaften!). Vielleicht bin ich zu „erwachsen“ dafür.

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Titel / OV Titel: Wo die wilden Kerle wohnen / Where the wild things are
Schauspieler: Max Records, Pepita Emmerichs, Catherine O’Hara
Regisseur/Produzent: Spike Jonze
Erscheinungsdatum: 17. Dezember 2009 (Kino)

Reviewmedium: DVD
Rating: 1 von 5