Merida – Mädchen mit vielen Haaren kann Bogenschießen

Merida hat mich irgendwie enttäuscht. Das war weder ein schöner Pixar Film mit ordentlich Heul-Material, noch genug Spaß. Die Witze die drin waren, waren ziemlich flach und vorhersehbar. Die Gefühlsduselei mit der Mutter war irgendwie nicht so _echt_. Die Mutter war am Anfang richtig nett, dann grumpy und herrisch und dann auf einmal ein Bär. Als Bär war sie die Witzfigur, was total out of Character war. Merida selbst war eben wie ein kleines Mädchen, so ein typisches Teenager-Ding. Der Vater war auch nur für ein paar Witze da und hat sich ansonsten von der Mutter rumkommandieren lassen, obwohl er der König war. Und dass er erst zwei Tage später merkt, dass seine Frau weg ist, ist auch komisch.

Der Film hat massig Schwächen. Die Moral ist nur semi klar. Soll man nun machen was man will, oder was man soll? Seine Mutter soll man aber auf jeden Fall lieben. Sind die Irrlichter nun Geister der vergangenen Menschen mit der selben Geschichte? Wieso sollten die Irrlichter dann Merida dazu bringen den selben Mist zu machen? Was ist mit der Hexe am Ende passiert? Wo sind all die Schnitzereien? Wieso sagt niemand etwas als die drei kleinen Jungs auch plötzlich Bären sind?

Das einzige Schöne an Merida ist wirklich, wie gut die Animation ist. Die Haare, das Fell, der Rauch des Kessels. Das war alles umwerfend gut und schön. Schade, dass die Story so leiden musste.

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Titel / OV Titel: Merida / Brave
Schauspieler: Kelly Macdonald, Billy Connolly, Emma Thompson
Regisseur/Produzent: Mark Andrews, Brenda Chapman
Erscheinungsdatum: Kino: 2. August 2012

Reviewmedium: DVD von LoveFilm
Rating: 3 von 5