The Bling Ring – verwöhnte Teenies klauen bei den VIPs

The Bling Ring ist die kleine aber feine Geschichte über eine Gruppe von gelangweilten Teenagern in L.A. die es sich zum Hobby gemacht haben, VIPs auszurauben. Sie finden heraus wann die Stars weg sind und brechen dann in ihre Häuser ein. Obwohl sie nie wirklich einbrechen. Die Stars sind nur alle ziemlich dumm und lassen ihre Türen unverschlossen.

Bei den Raubzügen klauen sie vor allem Klamotten und Schmuck und verhökern den dann online. Oder sie nehmen gleich Bargeld mit und kloppen dieses dann für Parties und Drogen raus.

Natürlich bleibt das ganze nicht unentdeckt und so steht den Jugendlichen bald die Polizei im Haus. Fast alle werden auch verhaftet. Tja, so kann’s gehen!

Sofia Coppola’s Stil ist kaum zu verkennen. Allerdings mag ich einige Szenen überhaupt nicht. Wenn die Hauptfigur da 5 Minuten vor einer Webcam oder was auch immer sitzt, kifft, zur Musik wippt, immer mal wieder aufsteht und sich wieder hinsetzt, ohne ein einziges Wort zu sagen, dann hab ich da nicht besonders Lust drauf. Das Stilelement manche Szenen einfach geräuschlos abzuspielen ist dagegen ziemlich gut und passend. Viele Szenen sind aber einfach nur pointless und haben keinerlei Sinn als Stilmittel oder für den Plot.

Spannend ist der Film eigentlich auch null. Da es sich um wahre Begebenheiten handelt, könnte man eh schon wissen was passiert, aber der Film gibt es auch direkt am Anfang schon her mit einem Vorausblick. Wieso Sofia die Erzählstruktur so gewählt wurde ist auch kaum ersichtlich, da es keinen logischen Drehpunkt gibt.

Die meisten der Schauspieler waren recht unbekannt. Außer Emma Watson, die eine klägliche Nebenrolle bekam. Allerdings spielt sie so dermaßen übertrieben schlecht, dass man sich fragt, ob das nun so im Drehbuch stand, die Figur einfach nichts her gab, oder ob Emma Watson das spielen verlernt hat. Man merkt richtig wie viel Anstrengung es ihr gibt, in die Rolle zu schlüpfen. Vor allem die deutsche Synchro macht das ganze noch unerträglich. Ich finde, Emma Watson spielt zu aufgesetzt. Immer wenn sie redet, macht sie große Mundbewegungen und verzieht die Augenbrauen in ihren typischen Hermine-Blick. Ich mag Emma eigentlich sehr gern, aber sie sollte ein bisschen an ihrer Tiefe arbeiten.

Es ist relativ sinnlos den Film unbedingt im Kino anzusehen. Da reicht auch ein schöner DVD Abend aus. Außerdem hat der Film Lust auf tanzen gemacht. Na immerhin. Wer möchte, kann sich allerdings das Buch dazu durchlesen.

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Titel / OV Titel: The Bling Ring
Schauspieler: Katie Chang, Israel Broussard, Emma Watson
Regisseur/Produzent: Sofia Coppola
Erscheinungsdatum: 15. August 2013 (Kino)

Reviewmedium: Kino
Rating: 2 von 5