Review: Silver Linings

Silver Linings ist wirklich ein wundervoller Film. Für alle, die vorhaben zuerst das Buch zu lesen: tut es nicht. Normalerweise ist ja das Buch meist besser als der Film. Hier finde ich es umgedreht. Der Film ist stimmig, wenn auch vorhersehbar. Aber die Geschichte ist schön und mitreissend. Die Schauspieler sind alle samt wirklich wirklich gut. Die Musik ist klasse, die Bilder sind toll und am Ende fiebert man wirklich richtig mit. Nicht umsonst bekam Jennifer Lawrence einen Oscar dafür!

Das Buch hingegen… nun, mir fehlte das Mitreissende. Vieles ist anders als im Film, vieles wird aber am Ende gar nicht aufgeklärt. Einiges ist so kompliziert gemacht, dass man fast denkt, es wäre nur dazu da um das Buch zu strecken. Im letzten Drittel passiert nichts Gutes mehr und man wartet eigentlich nur noch auf das Ende, welches nicht so episch schön ist wie im Film. Außerdem wird im Buch zu oft über Gott und Religion geredet. Für einen nicht-religiösen Menschen wie mich, war es schwer damit umzugehen. Das hat der Film schön umschifft. Der Konflikt zwischen Vater und Sohn kommt auch im Film viel viel besser zur Geltung, auch wenn es so scheint, dass im Buch darauf mehr Wert gelegt wird. Im Buch sind die Baseballspiele sehr im Vordergrund und man erfährt viel über die Vergangenheit der Menschen. Im Film steht die Liebesgeschichte ganz weit vorn und das finde ich sehr gut. Es passt einfach. Die Chemie zwischen Bradley und Jennifer stimmt und es macht großen Spaß ihnen zuzusehen.

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Titel / OV Titel: Silver Linings Playbook
Schauspieler: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Chris Tucker
Regisseur David O. Russell
Erscheinungsdatum: 3. Januar 2013 (Kino), 31. Mai 2013 (DVD)

Reviewmedium: Kino
Rating: 4,5 von 5