Review: Der Hobbit

Teil 1 von 3, obwohl es mir schleierhaft ist, wieso man aus einem Kinderbuch 3 große Filme basteln muss. Ja, natürlich, wegen des Geldes. Aber bitte. Hätte Jacksen aus diesem ersten Teil ein paar Landschaftsszenen weggelassen, wäre auch ein Zweiteiler drin gewesen. Ich sah den Film in HFR und 3D. Das war eine neue und komplett andere Erfahrung, aber ich bin sehr froh sie gemacht zu haben.

Über die Geschichte muss ich ja eigentlich nicht viel erzählen, die kennt ja jeder. Es wird weit ausgeholt und alles ordentlich erklärt. Der ganze Film fängt quasi am Morgen des Tages an, an dem auch Herr der Ringe beginnt. Der Rest ist Rückblick. Die Zwerge sind ganz witzig, aber sehr eklig und dazu finde ich einige Zwerge gar nicht Zwergenlike sondern eher wie Menschen. So vom Aussehen her.

Wirkliche Herr der Ringe Stimmung kommt die ganze Zeit nicht wirklich rüber. Martin Freeman versucht sein bestes als Bilbo, hat aber an Ian Holm einiges anzuknüpfen. Er bringt viel von sich selbst in die Rolle, was das Element der Komik unterstützt, aber seine Glaubhaftigkeit ein bisschen runterzieht. Später jedoch wächst ein bisschen in die Rolle und es fühlt sich besser an. Gandalf kommt noch älter und schrulliger daher, was schwierig ist, da er in Herr der Ringe ja nicht so schrullig war. Ein bisschen denkt man, nimmt sich der Film selbst auf die Schippe.

Im Abspann stand groß und breit Benedict Cumberbatch obwohl er nur den Drachen spricht und der Drache im ersten Teil nur mal atmete. Ich halt also definitiv nichts von der Geldmacherei von Peter Jackson, finde, man hätte es auch etwas kürzer gestalten können und bei HFR die Actionszenen nicht so fix machen, denn meine Augen kommen da partout nicht hinterher.

(Kino, 3D, HFR)