Die Frau in Schwarz – Review

Ein junger Vater Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) aus London bekommt noch eine letzte Chance seiner Anwaltskanzlei seinen Job zu retten. In letzter Zeit hatte ich einige Probleme mit seinem Leben. Seine Frau starb bei der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes. Natürlich war das ein schwerer Schicksalsschlag für beide. Nun soll er irgendwo an die Küste fahren um Papiere einer alten kürzlich gestorbene Frau durchzusehen. Das Dorf Crythin Gifford in das er fahren muss ist so weit abgelegen, dass nur ein Mann dort ein Auto hat. Das Haus, dass sie hinterlässt, ist noch einmal abgeschiedener dank Ebbe und Flut.

Die Bewohner des kleinen Dörfchens sind nicht gerade begeistert von seiner Ankunft, was sie ihm auch zeigen. Nur macht keiner mal den Mund auf und sagt, warum er besser nicht in das alte Haus gehen sollte. Alle haben Angst und sind ziemlich angepisst, aber trotzdem lassen sie ihn in sein Verderben rennen. Arthur geht also in das Haus und ist erst einmal vollkommen Angstbefreit. Auch als plötzlich im Garten eine schwarz gekleidete Frau erscheint und kurz darauf wieder weg ist, macht er sich kaum Gedanken. Als er wieder zurück ins Dorf kommt, stirbt ein Kind weil es giftige Lauge trank. Kurios? Die Bewohner schieben es auf Arthur, was vorerst überhaupt keinen Sinn ergibt. Weitere Kindstode und gruselige Nächte im Haus müssen folgen, bis er herausfindet, was da eigentlich passierte und wieso alle so komisch sind. Aber natürlich möchte ich nicht Spoilern, weil es irgendwie dazu gehört, herausfinden zu wollen, was da eigentlich abgeht an der englischen Küste.

Ein Traditionshorrorfilm der alten Haunted Mansion Schule. Endlich mal wieder! Kein Blut, kein sinnloses Abschlachten, einfach nur das Spiel mit der Angst. Und das ist natürlich alles vorhersehbar, wenn man eben schon die Einstellungen erkennt, in denen definitiv der Geist erscheint (Spiegel im Hintergrund, Geräuschkulisse, Blicke ins Dunkel). Keine Innovationen im Geister-Genre aber trotzdem sehr gruselig und unterhaltsam. Schockmomente galore. Und man möchte irgendwann schreien „Wieso rennt er nicht weg?! Wieso geht er zu den gruseligen Geräuschen hin?“ Und dann kommt einem in den Sinn, dass Harry Potter ja schon viel mehr gebacken bekommen hat. Ob Daniel Radcliffe das je los wird? Man weiß es nicht, aber er probiert es. Den Leidenden hat er super drauf, wie wir wissen, und auch hier sieht man seine Trauer und seinen Schmerz sehr gut. Trotzdem sieht er oft gelangweilt aus, wenn er durch die Gänge streift und neben ihm der Geist im Spiegel hinterherguckt (Klar, in Hogwarts war das Standard). Die ganze Geschichte ergibt auch am Ende absolut keinen Sinn, aber das ist egal, man hat sich eine Weile echt gegruselt und das ist doch die Hauptsache.

The Woman in Black
Mit Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Janet McTeer, Liz White

Die Frau in Schwarz basiert auf einem Buch, aber das werde ich mich Sicherheit nicht anrühren, sonst kann ich nie wieder schlafen. Aber ja, ich steh auf solche Filme. Mal gruseln ist super.