Kurzreviews: Cowboys und Aliens, Tournée

Tournée

Mit: Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey, Dirty Martini

Dieses französische Machwerk von Regisseur Mathieu Amalric (der sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet und die Hauptrolle spielt), hat zu meinem völligen Unverständnis den Preis für die beste Regie beim Filmfestival von Cannes 2010 erhalten. Jetzt kommt der Film auch in deutsche Kinos und persönlich kann ich nur davon abraten.
Ich habe nichts gegen einen guten Programmkino-Film von Zeit zu Zeit, aber in diesem Film tröpfelte die Handlung so vor sich hin, die Dialoge waren pseudodokumentarisch und versuchten eine Authenzität zu erreichen, die dadurch aber einfach nur langweilig war.

Erzählt wird die Geschichte des des ehemaligen TV-Produzenten Joachim, der inzwischen mit einer Revuetruppe von amerikanischen Burlesque-Tänzerinnen durch die französischen Hafenstädte tingelt. Trotz knappem Geld, ewigem Stress und auch noch zwei Kindern, mit denen er sich ein Drittel des Filmes rumschlägt, träumt er von einem glorreichen Finale der Tour in Paris. Doch dann verliert er den Saal, in dem er auftreten wollte und macht sich bei alten Freunden auf die Suche nach einer Alternative. Doch die alten Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen.

Der Komödienanteil des Filmes ist tragisch, die Burlesque-Auftritte ganz okay und gerade die Tänzerinnen spielen ihre Rollen glaubwürdig durchgeknallt fernab von der Hoffnung irgendwann noch mal groß rauszukommen.

Alles in allem hat mich der Film aber nur gelangweilt. Er wird aber sicher seine Fans finden.

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Cowboys & Aliens

Mit: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde

Im Jahre 1873 erwacht ein namenloser Cowboy (Daniel Craig) im Sand der Steppe. An seinem Armein stählernes Armband, das er nicht ablegen kann und im weiteren Verlauf des Films eine zentrale Rolle spielen wird.
Im Städtchen Absolution wird er als gesuchter Verbrecher erkannt und als er an den Marshall übergeben, doch dann greifen Aliens in Raumschiffen an und er verbündet sich mit dem örtlichen Viehzüchter und ehemligen Colonel Dolarhyde (Harrison Ford) um die entführten Bewohner des Städtchens zu retten.

So kurz zusammengefasst, so abstrus ist die Story des Films auch, aber wer Popcorn-Kino mag und sich nicht von grenzwertigen Dialogen, klischeehaften Figuren und Plotlöchern abhalten lässt, wird knapp 2 Stunden prächtig unterhalten. Alleine die Mischung der Westerwelt mit SF ist grandios.

Leider gibt die Story wirklich nicht viel mehr her, um darüber zu berichten ohne gleich zu spoilern. Aber wer die Schauspieler mag, nix gegen diesen Genremix hat und auch gerne mal das Hirn ausschaltet um sich einfach unterhalten zu lassen, mach bei Cowboys & Aliens nichts falsch.

Diese Kurzreviews werden ihnen präsentiert vom neuen Gastredakteur Thomas :)