Review: X-Men First Class

Der Beginn der X-Men. Wer wollte nicht immer schon wissen, wie das ganze eigentlich angefangen hat? Jeden interessiert doch eine „The Beginning of“ Geschichte, oder?
Nein, eigentlich nicht, denn schon bei Casper war das furchtbar schlecht und langweilig.
Nun hatten wir hier aber das Vergnügen schön viel Action und schöne Bilder zu haben (ich muss gestehen, ich fand die Optik extrem geil), dazu gute Musik und einen Cast, bei dem so mancher rumsabbert.
Die Geschichte hat so viele Plotpoints, dass ein Film allein eigentlich viel zu wenig war um alle unterzubringen. Ich glaube deswegen sind wir auch so durch die Handlung gerannt ohne auch nur irgendwelche Beziehungen oder Handlungen reifen zu lassen. Am Ende sterben Menschen und Leute werden verletzt und mach denkt sich: okay, ist mir egal, eben weil man keine Beziehung zu den Menschen aufbauen kann.
Trotzdessen findet man eine Menge Subtext vor allem zwischen James und Michael, das wohl jedes Slashherz höher schlagen lässt.
Wir beginnen mit dem Anfang, Magneto verliert seine Eltern, wird vom Bösen eingelult und lernt durch seine Wut seine Kraft zu meistern. X findet diese blaue Frau in seinem Haus und beide werden Freunde bzw sie liebt ihn aber er sie nicht so. Irgendwann wird X Professor (was ein bisschen zu schnell geht) und spielt den Frauenheld, was die blaue Tante natürlich total doof findet. Eine komische Agentin kommt hinzu, weil sie Mutanten als Unterstützung brauchen. Irgendwie finden sie dann die anderen und holen erstmal Magneto auf deren Seite. Durch X tolle Power und der Verstärkungskugel finden sie noch andere junge Menschen (und Wolverine, der aber nichts von denen wissen will) und die lassen sich dann bereitwillig ausbilden und üben eine ganze Woche lange kämpfen bis alle perfekt sind und bereit für den Krieg.
Nebenbei denken sich die USA und die Russen noch: lass uns mal nach Kuba fahren, eine imaginäre Linie ziehen und wer zuerst drüber fährt, der beginnt den atomaren Krieg. Ehm ja?
Jedenfalls retten die X-Men die Welt aber trotzdem werden sie gejagt weil OMG sind ja Mutanten. Menschen werden als totale Idioten dargestellt und nur Mutanten sind ja die mit der höheren Intelligenz.
Vielleicht hätte der Film dann von Mutanten gemacht werden sollen, denn sowas ist echt Mist.

Also in Kürze: Pro: Optik, Musik
Kontra: alles andere.

Und Michael Fassbinder sieht aus wie der komische Hai aus „Findet Nemo“ wenn er weint und lacht gleichzeitig. Zeig deine Beißerchen!

Im Grunde wars ne ganz nette Unterhaltung, wirklich. Es hat eigentlich Spaß gemacht ihn zu sehen. Man sollte nun mal einfach von Comicverfilmungen nicht viel Logik und Content erwarten. Bzw… hier gab es zu viel Content.
Trotzdem schöner Film für easy Filmabende ohne Denken!

Mit: James McAvoy, Michael Fassbinder