Filmkultur in Dresden – 7. Vorlesung an der TU Dresden

Am Mittwoch, den 8. Mai, gab es dir vorletzte Vorlesung zum Thema „Filmkultur in Dresden“ an der TU Dresden. Diesmal blieben wir noch im Schulpädagogischen Bereichen. Niels Beer, der seine Wurzeln im KiK hatte, führte uns in die Welt des Schulkinos am Beispiel der Schauburg Kinosäle ein. Die Ziele des Schulkinos beinhalten unter anderem, das mehrfache einbringen der Schüler in Kinos um ihnen einen besonderen Zugang zu Film und Kultur zu schaffen. Außerdem möchte er auch den Blick öffnen für die Machart der Filme und die Filmanalyse.
Neben der Vorstellung der Schauburg und den ganzen Hintergründen, die dort ablaufen, stellte er auch die Theorie der Filmpädagogik vor und die Ansätze der Filmanalyse, die vor allem auch Kindern helfen sollen, Filme zu verstehen.
Er brachte uns diese theoretischen Dinge auch mit Beispielen in Form von Filmausschnitten näher.
Zum Beispiel sahen wir uns die ersten 3 Minuten von „Der Sohn von Rambow“ an. Dabei machte er uns bewusst welche filmischen Mittel wir eigentlich bewusst und welche wir unbewusst wahrnehmen.

Zum Beispiel nehmen wir folgende Dinge in einem Film eher unbewusst wahr:
~ Kameraperspektiven/bewegungen
~ Musik + Ton
~ Realität und Inszenierung
~ Montage
~ Cadrage (Beziehungen, Blicke, Positionen)
~ Expositionen: Etablierung von Raum, Zeit, Personen, Stimmung
~ Subtexte, Symbole, Mythen

Ihr könnt euch selbst ja einmal testen, ob ihr diese Dinge in einem Film wirklich wahrhaftig wahrnehmt, oder ob sie eben einfach da sind.

Dann zeigte er uns vier Ausschnitte von verschiedenen Romeo und Julia Verfilmungen – immer die selbe Szene (die Balkonszene) und zeigte uns, was er z.B. mit diesen Ausschnitten in seinen Workshops mit Kindern und Jugendlichen macht. Die Ausschnitte kamen aus folgenden Filmen: Romeo und Julia von 1954, Romeo und Julia von 1968, Romeo und Julia von 1976 und Romeo und Julia von 1996.

Der letzte Film war eine Legotrickanimation einer Schulklasse, den Herr Beer selbst produziert hate mit den Kindern.

Er wies noch auf andere Projekte im Bereich Filmpädagogik hin und lud uns ein doch auch mal in den pädagogischen Bereich zu schnuppern.

Die letzte Vorlesung (vor der Podiumsdiskussion) wird am 29. Juni zum Thema Zukunft im Kino sein.