Review: Scream 4

Vor 10 Jahren hatten wir das Vergnügen den letzten Teil der Scream Trilogie zu sehen. Alles fand ein Ende und unsere drei Hauptcharaktere überlebten.
Jetzt 10 Jahre später und in einem neuen Zeitalter sind unsere drei Helden „etwas“ älter geworden und finden sich erneut in dem geheimnisvollen Spiel des Killers mit der Screammaske wieder.
Sidney (Neve Campbell) hat ein Buch geschrieben über die ganzen Vorfälle damals und ist damit ziemlich berühmt, schließlich war sie das Opfer. Gale gefällt das allerdings nicht so, denn sie hat ihre Journalisten Karriere an den Nagel gehängt um Bücher zu schreiben, ist damit aber weniger erfolgreich.
Als es plötzlich wieder einen Mord gibt, gerade zum Jubiläum, ist die Stadt natürlich vollends auf den Beinen und verdächtigt Sidney, die gerade wieder in der Stadt ist um ihr Buch anzupreisen.
Neu hier ist das ganze technische Gedöns. Blackberry, iPhone, Macs, Webcams, Youtube, Twitter, Facebook. Eben alles was die Jugend unserer Generation so ausmacht. Und die Marken werden nicht verheimlicht.

Scream nimmt sich selbst derbe auf die Schippe in diesem Teil. Schon der Anfang ist Ironie pur. So finden wir uns in einer Inception-liken Szene wieder, der Film im Film im Film. Und alle parodieren den allerersten Scream Teil.
In Schreckmomenten, wenn sie kommen sollten, wird auch der Humor eingebaut. Wenn man also WEISS dass der Kerl mit der Kamera gleich draufgeht und hinter jedem Holzspan den Killer erwartet und er am Ende nur mit dem Kopf gegen einen Blumenkübel rennt. Mitbetrachter im Kino meinten dazu „So ein Rindvieh!“
Am Ende ist die ganze Mordszenerie nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit und 15 Minuten rum bei Youtube. Völlig unsinniger Grund also. Man fast sich als Zuschauer nur an den Kopf und fragt sich, was das ganze eigentlich sollte.
Als der Killer dann einen auf Jason von Halloween machte und einfach immer wieder aufstand, bekommt man etwas zu viel. Aber beim „Todesstoss“ entfährt dem Internet-affinen Zuschauer einfach nur ein „lol“ und dann hört man auch schon die Abspann Mucke.

Scream 4 ist also ein schönes witziges Ende für die Reihe. Also, man hofft doch, dass es das Ende ist, denn noch mehr wäre einfach nicht gut. Man kann nicht noch mehr recyclen als die vorige Trilogie. Danke Wes Craven für dieses Meisterwerk der Scherzkunst. Der Meister des Schrecken bist du noch lange nicht – das ist und bleibt Alfred J. Hitchcock!

Mit: David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere

DVD bei Amazon vorbestellen. Soundtrack bei Amazon kaufen.