Reviews: An Education, Black Swan

An Education

Mit: Carey Mulligan, Peter Sarsgaard, Alfred Molina, Emma Thompson
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Jenny ist 16 und geht zur Schule. Sie ist eine Einerschülerin, nur in Latein hapert es wenig, und ihre Eltern drillen sie regelrecht, denn Jenny soll nach Oxford gehen und dort Literatur studieren. Außerdem liebt die Frankreich über alles.
Eines Tages trifft sie David, einen älteren Mann, der sie nach Hause fährt. Die beiden bändeln an und Jenny verliebt sich in ihn. Er kann mit seiner offenen und frischen Art sogar ihre Eltern überzeugen und so ist es am Ende gar nicht schlimm, wenn er sie heiraten möchte und Jenny dafür die Prüfungen sausen lässt.
Wäre da doch nicht…

Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Nur bestätigt diese kleine süße Londoner Geschichte, was die emanzipierte Frau von Welt heutzutage auch so schon weiß. Wirf niemals dein Leben oder deine Karriere für einen Mann weg.
Man lernt daraus wirklich etwas, denn das was der armen Jenny passiert, ist nicht gerade schön. Aber sie kriegt es ja auf die Reihe. Ich finde den Film schön gemacht, die Szenerie ist herrlich, die Requisite teilweise wirklich wunderschön. Und die Kostüme!
Vielleicht jetzt nicht so der Reisser, aber trotzdem ein schöner englischer Film, der zumindest mich sehr entertained hat. Bin froh ihn bei LoveFilm geliehen zu haben.

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Black Swan

Mit: Natalie Portman
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Nina (Natalie Portman) ist eine sehr begabte Balletttänzerin, doch ihr Talent wird nur mäßig wahrgenommen. Allein ihre Mutter steht ihr bei allem enthusiastisch bei – vielleicht auch etwas zu sehr, wie sich später herausstellt.
Als die neue Saison beginnt und Schwanensee aufgeführt werden soll, sieht Nina ihre Chance. Doch der Direktor Thomas sieht in ihr nur den Weißen Schwan und nicht den Schwarzen. Nina sei zu berechenbar und könnte sich nicht fallen lassen. Daran muss sie arbeiten. Doch der Druck der auf ihr lastet verstärkt sich immer mehr, als ihre Konkurrentin Lily (Mila Kunis) auftaucht und ihr die Rolle streitig machen will. Außerdem soll sie die Nachfolgerin für die großartige Beth (Winona Ryder) sein. Hin- und hergezogen von Gut und Böse, von Berechenbarkeit und Aufgeschlossenheit verändert sich Ninas Innenleben so langsam. Sie sieht sich selbst immer öfter in anderen Personen, bildet sich Dinge ein, und vor allem wachsen ihr Federn. Sie scheint sich langsam aber sicher in den schwarzen Schwan zu verwandeln.

Ein Psychoballettfilm ohne gleichen. Es gab teilweise Szenen, die mich so sehr gegruselt haben, dass ich dachte, ich würde einen Horrofilm gucken. Die Psychose von Nina wird wunderbar aufgebauscht und langsam aber sicher in den Köpfen der Zuschauer zusammengefügt. Schon am Anfang gibt es Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmen könnte und gegen Ende spitzt sich das ganze natürlich noch zu. Dass Natalie hierfür den Oscar bekommen hat, ist nur gerechtfertigt. Diesen Umschwung von schwarz zu weiß und dieses creepy Zeug was mit ihrem Körper losgeht ist wirklich authentisch dargestellt.
Im Grunde ist Black Swan ein ruhiger Film mit viel Gänsehaut Faktor. Ich hatte danach derbe Angst in den Spiegel zu sehen (Zumal mich Filme mit Spiegeln eh immer sehr mitnehmen).
Die Tanzszenen sind gegen die Konventionen gefilmt, die Kamera folgt den Tänzern sehr nah und folgt ihren Bewegungen ohne dass man den Tanz an sich sieht.
Keine leichte Kost, wirklich nicht, aber wirklich ein Must-See, wenn man auf Tanzfilme steht, Nathalie mag, oder einfach die Oscar Filme ansehen will.
Ich finde Black Swan wirklich sehr gelungen und würde ihn sofort auf DVD kaufen und nochmal sehen!

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