Kurzreviews: The Libertine, Mary & Max, Hindenburg, I Love You Phillip Morris

Kurzreviews diesmal mit:
~ The Libertine
~ Mary & Max
~ Hindenburg
~ I Love You Phillip Morris

The Libertine

Mit Johnny Depp, John Malkovich

Johnny Depp als drogensüchtiger Poet, der Theaterstücke für ein hohes Tier schreiben soll. Er schläft mit allem was sich bewegt und nicht schnell genug wegkommt von ihm. Allerdings sieht man davon recht wenig, anders als in Johnnys Prolog behauptet wird. Das ist ein wenig enttäuschend. Enttäuschend ist auch weiterhin, dass sich der Poet wohl in eine kleine Schauspielerin verliebt und er das richtige Spielen beibringt. Diese wird dann jedoch hochnäsig und braucht ihn nicht mehr. Johnny hat eh auch eine Frau, die trotz allem zu ihm steht. Irgendwann verschwindet er im Nichts und es kommt raus, dass er sehr schwer krank ist, erblindet und zuletzt qualvoll zugrunde geht.
Alles wirkt ein wenig daher geplätschert, irgendwie kommt nicht wirklich Spannung auf, die tension zwischen den Charakteren kommt nicht wirklich rüber, das ist ein wenig schade.
Man bleibt beim Zuschauen irgendwie nicht recht am Ball und verliert schnell mal den Überblick. Also ich zumindest. Der Prolog verspricht einen halben Porno, was allerdings nicht eingehalten wird, alles ist mehr nur blabla, anstatt mal bildlich etwas Gutes darzustellen.

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Mary & Max

Mary ist einsam, sie hat keine Freunde und wird von allen nur gehänselt. Ihre Mutter trinkt und beachtet sie kaum. Mary entschließt sich also, eine Seite aus dem New Yorker Telefonbuch zu reissen und einem wildfremden Mann zu schreiben. Als Max den Brief der kleinen Australierin erhält, ist er geschockt. Max, um die 40, ist sowieso kein sozialfähiger Mann, noch dazu ist er fettleibig und versucht durch Weight Watchers ein bisschen Gewicht zu verlieren. Sein Goldfisch stirbt ständig durch die wundersamsten Situationen und sein Fantasiefreund sitzt nur in der Ecke und liest Selbsthilfebücher.
Zwischen den beiden entsteht eine seltsame aber wahre Brieffreundschaft, die über viele Jahre anhält.
Beiden passiert währenddessen so allerhand, gutes und weniger gutes.
Das Ende ist traurig und wunderschön zugleich, sodass einem (MIR!) die Tränen in die Augen schießen. Ich wollte fast gar nicht mehr aufhören zu weinen.
Dieser Film ist wirklich für jeden zu empfehlen. Man lernt so viel übers Leben, man kann lachen und weinen. Vor allem lernt man auch etwas über Freundschaft.
Außerdem ist der Mix aus Schwarz Weiß und Farbe wirklich sehr toll. Mal etwas anderes in der schnöden Filmwelt :D

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Hindenburg

Der RTL Filmhit!
Nun, ich muss sagen, ich hatte schon ein paar Erwartungen, trotzdessen ich deutsche Filme hasse bzw immer enttäuscht werde. Ich mag das Thema Zeppelin Hindenburg wirklich sehr und habe großes Interesse an der Sache. Außerdem sah die Produktion recht gut aus. Das einzige Manko war von Anfang an: TV Film. ZWEIteiler. WARUM?!
Ich tat es mir trotzdem an. Und im nachhinein lässt sich sagen: wieso auf zwei Filme gestreckt? Das ganze hätte locker in einen etwas längeren normalen Film gepasst.
Geschichte ist die: Auf der Hindenburg soll eine Bombe platziert sein. Die wurde von einem alten herren dort platziert, der den Deutschen das Helium verkaufen möchte. Denn: wenn die Hindenburg explodiert während die mit Wasserstoff gefüllt ist, dann merken die Leute wie gefährlich das ist, also unterstützen sie das Helium. In Wirklichkeit wollen die Deutschen aber nicht das Helium (denn Hitler sind die Zeppeline egal) sondern einen anderen Stoff. Nun ist der alte Mann allerdings krank und seine Frau und seine Tochter wollen so schnell wie möglich zurück nach Amerika und nehmen die Hindenburg. Das hatte der alte Mann natürlich nicht beabsichtigt. Alles gerät außer Kontrolle.
Ein schleimiger (entschuldigung) Typ mit zu langen Haaren, die ihm ständig im Gesicht rumbaumeln, ist zufällig auch noch einer der Erbauer der Hindenburg. Er bekommt das mit der Bombe mit und muss sie entschärfen, denn die Tochter des Alten, seine Jennifer, ist seine große Liebe, denn sie hat ihn aus dem Wasser gerettet, als er zu blöd war, sein Flugzeug zu fliegen. Dann geht es hin und her. Keiner glaubt ihm, er wird des Mordes beschuldigt und verprügelt, tralalala. Nebenbei entwickelt sich noch eine völlig unsinnige Nebenhandlung. Eine kleine Familie möchte Auswandern, da sie Juden sind und viel Geld haben. Irgendwann findet Mr. Ich bin so toll auch die Bombe (die außerhalb an der Hindenburg angebracht ist und wo er nur mit einem todesmutigen Fall dran kommt und fast 300 Meter in die Tiefe gestürzt wäre…) und entschärft sie natürlich auch.
Warum trotzdem alles in die Luft fliegt?
Bei dem waghalsigen Wendemanöver, was ja nur gemacht wurde, wegen der Bombe, ist ein Seil gerissen, dieses Seil hat einen der Tanks aufgerissen und das Gas strömte aus. Beim Laden entladete sich die Hindenburg, denn sie war durch einen Sturm geflogen und hatte eine andere Ladung als der Boden. PENG PUFF PLAUTZ dadurch entstand die Explosion und das große Drama war da.
Der Absturz ging circa 5 Minuten (in Wirklichkeit hatte es 30 Sekunden gedauert, von der Explosion bis zum Boden) und darauf hatte ich 3 1/2 Stunden gewartet. Narf.
Danach war aber noch nicht das Ende! Nein! Man musste ja noch die politische Fede klären, die mit zwei Toten einem Büro endete. Ganz am Schluss sieht man Mr. Schleimer und Jennifer an einem Auto gelehnt über Wiesen und Wälder gucken, während ein völlig unpassendes Rocklied den Abspann einläutet.

Wirklich wunderbarer Film. Nicht.
Zu lang! Viele Szenen dabei, wo man sich denkt: was hat das jetzt hier zu suchen? Furchtbar unnötige Sachen. Zu Vorhersehbar und gestelzt gespielt.

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I Love You Phillip Morris

Ich hatte mich ja nach dem Trailer sehr auf den Film gefreut. Allerdings wurde ich auch hier ein wenig enttäuscht.
Story ist die, dass Steven Russel verheiratet und glücklich ist. Allerdings ist er schwul und kann nur heimlich seine Neigung ausleben. Nach einem Autounfall allerdings schwört er sich, so zu leben wie er es möchte. Allerdings ist schwul sein teuer, als muss er betrügen und lügen um an Geld zu kommen. Natürlich geht das nicht ewig gut und er kommt ins Gefängnis. Dort lernt er Phillip kennen und verliebt sich in ihn. Alles ist ganz toll. Irgendwann kommt Steven aus dem Gefängnis und kämpft dafür, dass auch Phillip rauskommt und die beiden führen ein herrliches Leben in Saus und Braus. Als Steven jedoch wieder nur betrügt und lügt geht alles den Bach runter. Beide landen über kurz oder lang wieder im Gefängnis und Steven tut alles, damit Phillip ihm verzeiht. Er täuscht sogar vor Aids zu haben und zu sterben.
Nun ja, was soll ich sagen. Der Film hat seine schönen Momente und ist recht kurzweilig. Aber irgendwie hat mir der rechte Spannungsbogen gefehlt und eine wirkliche Pointe. Der Film war dann einfach vorbei :(
Auf jeden Fall ist das ganze gut gespielt von Carey und McGregor. Auch wenn das jetzt nicht sooo anspruchsvolle Dinge waren. Immerhin einen Blick wert dieser Film.

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