The Imaginerium of Dr. Parnassus – Review

Ich weigere mich „Kabinett“ zu sagen.
Am 21. Dezember hatten meine beste Freundin und ich die Möglichkeit zu einer Vorpremiere von „Parnassus“ zu gehen. Natürlich ließen wir uns das nicht entgehen. Wer will schon bis Januar warten ;D Die Vorpremiere war im wundervollen Cinemaxx Kino am Schillerplatz in Dresden. Wir waren schon überwältigt vom Kino an sich, in diesem waren wir noch nie. Da will ich wohnen <3 Kurz vor 8 war dann Einlass, es gab ein Gläschen Prosecco (omnom) und eine kostenlose Brigitte. Nein, nicht eine der tollen Frauen ausm Fernsehen, sondern eine der Zeitungen. Hab die im Halbdunkel des Saals mal durchgeblättert. NAJA... Sagen wir da ma nix zu :D Zum Film (ja Spoiler):
Die Story ist einfach. Parnassus ist ein alter Doc, der in irgendwelchen lustigen Bergen lebte und mit seinen Mönchen die endlose Geschichte erzählte. Er war der Meinung, dass diese Geschichte die Welt am laufen halten. Nick, der Bösewicht, zeigte ihm dann, dass das Unsinn sei. Die beiden Fingen an zu „Spielen“ Parnassus gewann und verlor. Blabla. Er gewann zum Beispiel die Unsterblichkeit. Nun wandelt er als alter Sack durch die Gegend. Eines dumpfen Abends trifft er die Liebe seines Lebens und wünscht sich von Nick die Jugend zurück. Sie spielen, er gewinnt. Doch der Preis ist hart. Seine Tochter gehört Nick, sobald sie 16 Jahre alt ist. Parnassus denkt natürlich nicht nach, er ist zu verknallt.
Jahre später ziehen Parni (wie er von Nick so schön genannt wird), seine Tochter, Anton und der kleine der Troy in Scrubs gespielt hat, durch die Gegend und „erfreuen“ die Menschen mit dem Imaginerium. Parni lügt über das Alter seiner Tochter um sie zu schützen. Doch leider leider will sie nicht mehr die kleine schüchterne sein und verwandelt sich schnurstracks in einen (16jährigen!) sexbesessenen Vamp.
Parni wird derweil von Nick besucht, der ihm klarmacht, dasses bald soweit ist.
Dann treffen sie auf Heath. Also, auf deren Charakter. Hängend unter einer Brücke. Sie retten ihn, denken jedoch er sei tot. Heath lebt aber noch, da er so schlau war, seine Flöte zu schlucken, sodass er nicht verreckt. Er lügt allerdings über seine Herkunft, wisse nicht wer er sei. Er hilt Parni und seinen Leuten bei der Vorstellung und alles ist super.
Bis die Kleine Geburtstag hat. Nick kommt vorbei und Parni lässt sich auf ein erneutes Spiel ein. Wer zuerst 5 Seelen hat, gewinnt. Heath hat eine super Idee und schraubt am Imagineriumswagen rum, nachdem ein Auftritt total fehlschlägt und Anton fast den ganzen Wagen kaputt macht. Mit Heaths Masche kriegen sie tatsächlich einige Seelen. Doch dann geht Heath durch den Spiegel…
… und ist Johnny! Er hilft der Frau den richtigen Weg zu wählen (Nick sitzt natürlich im Imaginerum rum und versucht die Seelen abzuwerben, was auch manchmal funktioniert).
Später kommt raus, dass Heaths Char ein ganz ganz übler Kerl ist. Alle sind sauer auf ihn und er wird im Imaginerium (jetzt schon Colin Farrell) gejagd. Am Ende der Showdown mit Parni, Colin und Nick. Wer gewinnt wohl?

NUN denn…
Heath spielt seine letzte Rolle richtig richtig gut. Aber was spielt er schon schlecht, hm? Schade, dass ers nicht komplett durchziehen konnte. Und als im Abspann das mit Heaths Friends steht, musste ich weinen ._.
Allerdings find ich es sehr sehr passend, dass er die Gestalt ändert, sobald er durch den Spiegel geht. Man merkte gar nicht, dasses nur ne Notlösung war.
Zu den „Rettern“: Johnny… ist Johnny. Johnny ist IMMER gut, genau wie Heath, aber diesmal. OMG. Er war regelrecht wie Heath. Also wie Heath den Car spielt hat. So, genauSO hat Johnny ihn auch gespielt.
Nur mit etwas mehr Johnny Charme. (Dieses Grinsen OMG) Also wow, echt.
Dann kam Jude Law. Ich mag Jude eigtl, in manchen seiner Filme. Aber in diesem war er GROTTIG. Mag auch an der deutschen Synchro gelegen haben, die bei Jude absolut scheiße war. Aber… er hat so grausam gespielt. So verrückt und gar nicht wie Johnny oder Heath. Schrecklich! Hätten sie nicht jemand anderen
suchen können? Jude war ne totale Fehlbesetzung! Dann kam Colin. Hat Heaths Char wieder besser eingefangen. Hat auch den richtigen Part abbekommen, die Rolle des Verführers (die nicht zu Heath gepasst hätte, denke ich). Das war gut. Und dann die Rolle des Bösewichtes. Da kam er von dem ursprünglichen Char leider etwas ab, aber den Bösewicht hat er trotzdem gut gemeistert. Synchro war nicht so gut.
Parni war… langweilig. GÄHNEND langweilig. Gott… Er schwebte da auf seinem Stuhl rum, fiel um, und nichts, KEINE Regung. Boooah. Anton war sehr toll, lebendig, witzig, normal. Die Kleine… urgh… ich sagte ja schon, dass sie sich total fix vom kleinen Mädchen in einen Vamp verwandelt und das ist… sehr übertrieben meiner Meinung nach. Von „Daddys Liebling“ zur Rebellin ohne wirkliche Entwicklung. Und so „pretty“ ist Lily Cole meiner Meinung auch nicht.
Ich hätte eigtl bisschen mehr… erm… Fantasie erwartet. Nicht dass die Gedankenwelt nicht fantasielos war aber.. keine Ahnung… es fing gut an, mit dem Wald aus gesbalteten Bäumen, die noch dieses „endliche“ Feeling hatten, was ich total mag (hat was von Alice im Wunderland). Aber dann war da auf einmal zuviel… CGI :( Ich fand es etwas zu flach, tut mir leid.

Alles in allem, kein SUPERTOLLERGENIALER Film, aber einer, den man ruhig mal gesehen haben kann, vor allem wenn man Heath mochte. Er spielt super, Johnny auch, alles andere kann man durch diese Eyecandy wett machen.
Der Song am Ende ist sehr sehr catchy, hatte ihn ewig noch im Kopf :D